Den Überblick über Finanzen und Steuern?

Einfach behalten.

Die Finanzierungsmöglichkeiten und steuerliche Behandlung der SDK GESUNDWERKER.
Für die Versorgung Ihrer Mitarbeiter stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten der Finanzierung zur Verfügung. Wir beraten Sie gerne zu den möglichen Vesicherungspaketen, den Finanzierungsarten und zu den steuerlichen Auswirkungen.

Ihre Finanzierungsmöglichkeiten

BGM und GDL werden als Leistung des Unternehmens allen Mitarbeitern oder Mitarbeitergruppen angeboten und komplett durch das Unternehmen finanziert. Sie sind als betriebliche Ausgabe steuerlich absetzbar. Die Betriebliche Krankenversicherung kann auf drei Arten finanziert werden.

  • Arbeitgeberfinanzierung:
    Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer. Er finanziert die BKV der Mitarbeiter. Die Beitragshöhe hängt von den Tarifbausteinen ab. Die Leistungsabwicklung erfolgt zwischen SDK und Mitarbeiter. Der Datenschutz bleibt somit gewährleistet.
  • Mischfinanzierung:
    Gemeinsame Finanzierung von Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist möglich.

 

  • Arbeitnehmerfinanzierung:
    Der Arbeitgeber stellt durch den Rahmenvertrag Vergünstigungen einer BKV zur Verfügung. Der Arbeitnehmer ist Versicherungsnehmer und Beitragszahler. Die Leistungsabwicklung erfolgt direkt zwischen SDK und Mitarbeiter.


Gesundheitsprüfung

Bei der Risikoprüfung stehen Ihnen verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Mit Gesundheitsprüfung

Bereits ab fünf Personen (davon mindestens zwei Arbeitnehmer) erhalten Ihre Mitarbeiter günstige und individuelle Gruppenkonditionen. Entsprechend dem gewählten Versicherungsumfang sind Gesundheitsfragen zu beantworten.

Ohne Gesundheitsprüfung für jede Finanzierungsart

Abhängig von Betriebsgröße und Branche kann auf Risikoprüfung verzichtet werden. Voraussetzungen:

  • Einheitlicher Versicherungsumfang
  • Einheitlicher Versicherungsbeginn
  • Eine Mindestanzahl von Mitarbeiterabsicherungen (je nach Betriebsgröße)

Ohne Gesundheitsprüfung bei Arbeitgeberfinanzierung

Es erhalten alle gesetzlich versicherten Mitarbeiter oder eine ausgewählte Gruppe des Unternehmens zum gleichen Versicherungsbeginn einen einheitlichen Versicherungsschutz.

  • Neben dem Verzicht auf die Gesundheitsprüfung kann eine listenmäßige Aufnahme und der Wegfall von Wartezeiten angeboten werden
  • ≥ 50 Mitarbeiter: Alle bereits vor Vertragsbeginn bestehenden und behandlungsbedürftigen Erkrankungen Ihrer Mitarbeiter sind mitversichert


Mitversicherung der Angehörigen:

Mögliche Vergünstigungen für Mitarbeiter gelten auch für Familienangehörige, die den gleichen Versicherungsschutz wählen.

Gruppenbildung:

Es können nach objektiven Kriterien Gruppen (z. B. Führungskräfte oder leitende Angestellte) gebildet werden, die als eigenständige BKV betrachtet werden.



Steuerliche Behandlung

Für die steuerliche Behandlung von arbeitnehmerfinanzierten Beiträgen und Leistungen aus betrieblichen Krankenversicherungen gibt es mehrere Möglichkeiten

Betriebsausgaben und Leistungen aus der BKV

Die Aufwendungen des Arbeitgebers zu einer BKV sind immer als Betriebsausgaben absetzbar. Die Leistungen aus der BKV sind steuer- und sozialabgabenfrei.

Nettolohnversteuerung

Der Beitrag wird als Nettolohn betrachtet und auf den Bruttolohn hochgerechnet. Auch die vom Arbeitgeber übernommenen Steuern und Sozialabgaben werden als geldwerter Vorteil betrachtet. Die Versteuerung erfolgt nach den individuellen Merkmalen der Lohnsteuerkarte der einzelnen Mitarbeiter und ist mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden.

Pauschalversteuerung

Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Arbeitgeber eine Pauschalversteuerung gem. § 40 Abs. 1 EStG vornehmen, bei der nur ein pauschaler Steuersatz relevant ist. Die Pauschalversteuerung muss vom Arbeitgeber beim Betriebsstättenfinanzamt beantragt werden.



Beantragung beim Betriebsstättenfinanzamt

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Beantragung sind:

  • Der Arbeitgeber übernimmt die Lohnsteuer.
  • Die Beiträge zur BKV werden nicht als laufender Arbeitslohn, sondern als sonstige Bezüge eingestuft (R 39b.2 Abs. 2 Satz 1 LStR). Grundsätzlich liegt bei einer jährlichen, viertel- oder halbjährigen Zahlweise der Beiträge zur BKV ein sonstiger Bezug vor.
  • Die BKV muss für eine größere Anzahl von Mitarbeitern (in der Regel mind. für 20 Arbeitnehmer) gewährt werden.
  • Einhaltung der 1.000-Euro-Grenze je Mitarbeiter und Kalenderjahr. Mit den folgenden Angaben ermittelt der Arbeitgeber den durchschnittlichen Lohnsteuersatz der Mitarbeiter (Einzelheiten zum Berechnungsverfahren finden Sie in der Richtlinie 40.1 Abs. 3 LStR 2015): Anzahl der betroffenen Arbeitnehmer je Steuerklasse, durchschnittliche Jahresarbeitslöhne der insgesamt betroffenen Arbeitnehmer, durchschnittlich je Arbeitnehmer gezahlte sonstige Bezüge (d. h. durchschnittlicher Beitrag zur BKV). Mit dem Ergebnis beantragt der Arbeitgeber die Pauschalbesteuerung beim Betriebsstättenfinanzamt.